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Automatisierung

n8n vs. Make: 3 entscheidende Unterschiede für Betriebe in Oberbayern

Tobias Böck
Tobias BöckKI-Spezialist & Gründer, Softstorm20. Aug 2026
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n8n vs. Make: 3 entscheidende Unterschiede für Betriebe in Oberbayern

Automatisierung ist kein Luxus mehr – aber die Wahl des falschen Tools kostet dich Zeit, Geld und Nerven. Wer in Oberbayern einen Handwerksbetrieb, eine Agentur oder einen Dienstleister führt, braucht keine Hochglanzbeschreibungen, sondern klare Antworten: Was kann das Tool wirklich? Was kostet es? Und was passiert, wenn es mal nicht so läuft wie geplant?

Wir bei Softstorm aus Bad Tölz-Wolfratshausen setzen beide Tools produktiv ein – hier ist unser ehrlicher Stand.


1. Kosten und Einstiegshürde: Wo fängst du an zu zahlen?

Laut DADAKAEV LABS (2026) ist Make mit dem 9-Dollar-Core-Plan die günstigste Option, wenn du in der Cloud starten willst. n8n beginnt im Cloud-Betrieb laut eesel AI (2026) bei 20 Dollar pro Monat – hat dafür aber einen entscheidenden Vorteil: Du kannst es selbst hosten, komplett kostenlos.

Das klingt technisch, ist aber für viele Betriebe in Oberbayern hochrelevant – Stichwort DSGVO. Wer Kundendaten, Angebote oder CRM-Einträge automatisiert verarbeitet, will diese Daten nicht auf amerikanischen Servern. n8n auf einem eigenen Server oder einem deutschen Hosting-Anbieter löst dieses Problem sauber. Make läuft dagegen ausschließlich in der Cloud – du hast keinen Einfluss darauf, wo deine Daten landen.

Unser Fazit hier: Für Schnellstarter oder Betriebe ohne IT-Hintergrund ist Make der einfachere Einstieg. Wer DSGVO-Konformität ernst nimmt oder mittelfristig Kosten sparen will, kommt an n8n kaum vorbei.


2. Mit KI oder ohne – und was das im Arbeitsalltag wirklich bedeutet

Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Beide Tools können externe KI-Dienste wie die OpenAI API oder die Claude API von Anthropic einbinden. Der Unterschied liegt darin, wie tief diese Integration geht und wie flexibel du sie gestalten kannst.

In Make ist das Einbinden eines KI-Modells oft ein vorgefertigter Schritt in einem Modul – schnell eingerichtet, aber wenig anpassbar. In n8n kannst du KI-Knoten als vollwertige Agenten aufbauen: mit Gedächtnis, mit eigenen Werkzeugen, mit Entscheidungslogik. Das ist kein Marketing – das ist ein konkreter Unterschied, wenn du beispielsweise eingehende Anfragen automatisch kategorisieren, beantworten und ins CRM eintragen willst.

Praxisbeispiel: Ein Sanitärbetrieb aus Holzkirchen hat mit n8n und der OpenAI API eine Lösung gebaut, bei der eingehende E-Mail-Anfragen automatisch ausgelesen, dem richtigen Monteur zugewiesen und in ein Angebotsdokument überführt werden – ohne dass jemand die Mail manuell anfasst. Laut niklasbern.de (2026) lassen sich repetitive Aufgaben zu 60–80 % automatisieren, bei Kosten von 500 bis 3.000 Euro pro Workflow und einer Umsetzungszeit von 2 bis 5 Tagen. Genau in diesem Rahmen hat sich auch dieses Projekt bewegt.

Wer dagegen nur einfache Verbindungen braucht – zum Beispiel „Wenn eine neue Anfrage im Kontaktformular eingeht, trage sie in die Google Tabelle ein und schick mir eine Slack-Nachricht" – der ist mit Make vollkommen gut bedient. Kein Overhead, keine Komplexität, die kein KMU braucht.

Meinungsstarke Aussage: Die meisten Automatisierungstools werden überkauft. Betriebe in Oberbayern zahlen für Features, die sie nie nutzen, weil ihnen niemand vorher die ehrliche Frage gestellt hat: Was willst du wirklich automatisieren?


3. Komplexität, Wartung und der ehrliche Nachteil

n8n ist mächtiger – aber es verlangt mehr von dir oder deinem Dienstleister. Wer es selbst hostet, muss Updates einspielen, auf Serverausfälle reagieren und bei komplexen Workflows gelegentlich debuggen. Das ist kein Drama, wenn jemand Erfahrung damit hat. Es ist aber ein echter Nachteil, wenn du das alleine stemmen willst ohne technisches Hintergrundwissen.

Bei Softstorm sehen wir das so: In 7 von 10 unserer Automatisierungsprojekte war nicht das Tool der erste Engpass – sondern die fehlende Klarheit darüber, welcher Prozess überhaupt automatisiert werden soll. Wer mit einem unklaren Prozess startet, bekommt mit n8n nur schneller einen unklaren Workflow.

Make hat dieses Problem weniger, weil es durch seine visuelle Struktur zwingt, Schritt für Schritt zu denken. Für Einsteiger ist das ein echter Vorteil. Für komplexe Szenarien mit Schleifen, Fehlerbehandlung und KI-Integration stößt Make aber an seine Grenzen – besonders wenn du mehrere Datenquellen, bedingte Logik und externe APIs kombinierst.

Auch das Thema KI-Agenten spielt hier rein: Wenn du nicht nur einfache Wenn-Dann-Regeln willst, sondern echte Entscheidungslogik – etwa einen Agenten, der selbstständig Angebote bewertet und priorisiert – dann ist n8n in Kombination mit einem Modell wie Claude oder GPT-4o die deutlich bessere Wahl. Make kann das theoretisch auch, aber die Umsetzung ist umständlicher und weniger stabil.


Welches Tool passt zu welchem Betrieb?

Hier eine ehrliche Kurzversion:

  • Make eignet sich für Betriebe, die schnell starten wollen, keine eigene IT haben und einfache bis mittelkomplexe Workflows brauchen – zum Beispiel im E-Commerce oder für Dienstleister mit klaren Standardprozessen.
  • n8n ist die bessere Wahl, wenn du DSGVO-Konformität brauchst, mit KI-Modellen arbeitest, langfristig skalieren willst oder Workflows baust, die echte Logik enthalten – etwa in der KI-Angebotserstellung für Handwerksbetriebe.

Beide Tools können Automatisierung für oberbayerische KMU sinnvoll umsetzen – aber eben für unterschiedliche Reife- und Komplexitätsstufen.


Dein nächster Schritt

Wenn du weißt, was du automatisieren willst, aber nicht sicher bist welches Tool dazu passt – oder ob KI dabei überhaupt eine Rolle spielen sollte – dann ist ein kurzes Gespräch oft mehr wert als jeder Vergleichsartikel.

Wir schauen uns deinen Prozess an, sagen dir ehrlich was Sinn macht und was nicht – und wenn wir der Meinung sind, dass du das auch ohne uns lösen kannst, sagen wir das auch.

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