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Was bedeutet KI-Transparenzpflicht?

Tobias Böck
Tobias Böck07. Aug 2026

KI-Transparenzpflicht ist der Oberbegriff für gesetzliche Vorschriften, die sicherstellen sollen, dass Menschen erkennen können, wann sie es mit einem KI-System statt mit einem Menschen zu tun haben – oder wann Inhalte KI-generiert sind. Der Gedanke dahinter: Je überzeugender KI-Systeme menschliche Kommunikation nachahmen, desto wichtiger wird es, Täuschung zu vermeiden.

Im EU AI Act ist die für Chat- und Voice-Widgets relevante Transparenzpflicht in Art. 50 geregelt. Er verlangt, dass Anbieter und Betreiber von KI-Systemen, die direkt mit natürlichen Personen interagieren, dafür sorgen, dass diese Personen klar, unterscheidbar und zugänglich darüber informiert werden, dass sie mit einer KI kommunizieren.

Wichtig zur Einordnung: KI-Transparenzpflicht ist nicht dasselbe wie die im AI Act ebenfalls geregelte Risikoklassifizierung von KI-Systemen (also die Frage, ob ein System als "hochriskant" gilt). Es geht hier ausschließlich darum, ob Nutzer im Moment der Interaktion erkennen können, mit wem oder was sie kommunizieren – unabhängig davon, wie "kritisch" die dahinterliegende KI-Anwendung sonst eingestuft würde.

Für Website-Betreiber mit Chat- oder Voice-Widget ist die Transparenzpflicht aus Art. 50 die praktisch relevanteste Ausprägung dieses Prinzips. Sie gilt ab dem 2. August 2026 verbindlich und betrifft potenziell jedes Unternehmen mit einem KI-gestützten Widget auf der eigenen Website, unabhängig von Branche oder Größe.

Wer verstehen möchte, was das für die eigene Website konkret bedeutet, findet die vollständige Einordnung im Guide zur Chatbot-Kennzeichnungspflicht.

Dieser Guide ist eine allgemeine technische Einordnung, keine Rechtsberatung und keine rechtsverbindliche Prüfung im Sinne des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG). Für eine verbindliche rechtliche Einordnung empfehlen wir eine anwaltliche Einzelfallprüfung.

EU AI Act: Chatbot-Kennzeichnungspflicht (vollständiger Guide)

Zum vollständigen Guide